Proseminar ,,Programmiersprachen``
--Themen und Regeln--
Lehrstuhl Informatik 2: Formale Methoden für
Software-Systeme
Prof. Joost-Pieter Katoen
Wintersemester 2005/2006
Dieses Dokument faßt die Themen, Regeln und wichtigen Fakten für das
Proseminar ,,Programmiersprachen`` im Wintersemester 2005/2006
zusammen.
Siehe auch: http://www-i2.informatik.rwth-aachen.de/Teaching/Seminar/PS2005
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Das Proseminars hat zwei Ziele. Das erste Ziel ist fachlicher Natur:
Es geht darum, die Konzepte verschiedener Programmiersprachen sowie
ihrer Programmiertechniken kennenzulernen. Bei der Herausarbeitung
der charakteristischen Eigenschaften der Programmiersprachen bzw.
-techniken sollten sich die Teilnehmer von folgenden Kernfragen leiten
lassen:
- Welche Probleme sollten mit der Programmiersprache/-technik gelöst werden?
- In welchem Kontext ist die Sprache entstanden? Wo bestehen Verwandtschaften zwischen anderen Sprachen/Lösungsansätzen?
- Welche Unzulänglichkeiten hatten andere Sprachen in dieser Hinsicht? (Vergleich)
- Welche Möglichkeiten bietet die Sprache? (Syntax, ungewöhnliche Konstrukte/Eigenschaften)
- Wie sieht die Arbeitsumgebung der Sprache aus? Stehen dem Benutzer Programmierhilfen (Entwicklungsumgebungen, Debugger, Profiler, Analysetools, etc.) zur Verfügung? Was fehlt und warum?
- Wie/Wo wird die Sprache in der Praxis verwendet? (Beispiele)
- Verfügbarkeit, Anbindung an andere Sprachen/Systeme
- Gibt es Probleme, die den Einsatz der Sprache erschweren?
- Wurde das ,,Ziel`` der Sprachentwickler erreicht?
- Kann man anhand der vorgestellten technischen Details
entscheiden, ob und warum die Sprache/das Tool für ein gegebenes
Projekt (nicht) geeignet ist?
Das zweite Ziel des Seminars ist, die relevanten Fakten zu einem Thema
in der Literatur zu sammeln, aufzubereiten und in einem Aufsatz sowie
einem Vortrag knapp, strukturiert und verständlich
darzustellen.
- Henrik Bohnenkamp, E1, Raum 4210
- Stefan Rieger, E1,
Raum 4206
- Thomas Noll, E1,
Raum 4211
- Martin Neuhäußer, E1,
Raum 4207
E-mail adressen sind dem handout zu entnehmen.
Die Themen werden bei der Vorbesprechung vergeben. Anwesenheit ist
demnach verpflichtend. Wir werden versuchen, Präferenzen der
Teilnehmer zu berücksichtigen.
Folgenden Themen stehen zur Auswahl:
| Nr. |
Thema |
Betreuer |
| Einführung |
| 1. |
Einführung Programmiersprachen |
Bohnenkamp |
| Funktionale Sprachen |
| 2. |
LISP |
Neuhäußer |
| 3. |
ML |
Neuhäußer |
| 4. |
Haskell |
Neuhäußer |
| 5. |
Erlang |
Noll |
| Logische Sprachen |
| 6. |
PROLOG |
Rieger |
| Prozedurale Sprachen |
| 7. |
Pascal & Modula |
Rieger |
| Objektorientierte Sprachen |
| 8. |
Smalltalk |
Bohnenkamp |
| 9. |
C/C++ |
Rieger |
| 10. |
Java |
Rieger |
| 11. |
C# |
Bohnenkamp |
| Exotisches |
| 12. |
ADA |
Bohnenkamp |
| 13. |
COBOL |
Noll |
| 14. |
Fortran |
Noll |
| Skript-Sprachen |
| 15. |
Perl, Python, PHP |
Rieger |
Literaturreferenzen und Links zu den einzelnen Themen werden auf der
Webseite
http://www-i2.informatik.rwth-aachen.de/Teaching/Seminar/PS2005/lit.html
angegeben. Allerdings sind diese Quellen nur als Ausgangspunkt
gedacht. Die Teilnehmer sind aufgefordert, eigene Literaturquellen in
der Bibliothek oder dem WWW zu recherchieren und in den Vortrag
einzuarbeiten.
Die Informatik-Bibliothek bietet Führungen an. Kontakt: Renate
Eschenbach-Thomas. Diese Führungen seien jederman dringend empfohlen.
Das Seminar ist eine Veranstaltung im Rahmen der
,,Exzellenzkomponente`` des Bonn-Aachen International Center for
Information Technology (B-IT). Dies bedeutet insbesondere, daß das
Seminar am B-IT in Bonn stattfinden wird und darum als
Blockveranstaltung an zwei Tagen am Ende der Vorlesungszeit (d.h. in
der ersten oder zweiten Februarwoche 2006) in Bonn abgehalten.
Genauere Informationen zum Ort, Zeit und Transport werden noch
abgesprochen und bekanntgegeben.
Wir bieten zwei vorbereitenden Veranstaltungen zu diesem Seminar an.
Stefan Rieger wird einen Kurzeinführung in LaTEX(die empfohlene
Textverarbeitungssoftware), und Henrik Bohnenkamp eine kurze Anleitung
zur Herangehensweise an ein Seminarthema geben.
Zeit und Ort werden bei der Vorbesprechung ausgemacht.
Jeder Teilnehmer des Seminars bekommt ein Thema, das er in einer
schriftlichen Ausarbeitung aufbereiten und in einem 30-35-minütigen
Vortrag vorstellen soll. Um eine gewisse Qualität von Ausarbeitung
und Vortrag zu gewährleisten, bestehen wir auf der Einhaltung eines
Zeitplans:
- Die angegebene Literatur sollte spätestens Anfang Dezember
bei dem entsprechenden Betreuer abgeholt werden, soweit sie nicht in
der Bibliothek oder dem WWW erhältlich ist.
- Vor Weihnachten führen die Teilnehmer ein
Gespräch mit dem Betreuer über die bis zu diesem Zeitpunkt
vorliegenden Resultate. Insbesondere soll bei diesem Termin eine
Gliederung besprochen werden.
- Drei Wochen vor dem Vortrag liegt dem Betreuer die
endgültige Version der Ausarbeitung vor. Dies sollte
allerdings nicht die erste abgegebene Version sein, da die
Erfahrung zeigt, daß in aller Regel daran noch Änderungen
vorzunehmen sind.
- Eine Woche vor dem Proseminar wird die Ausarbeitung, in
genügender Anzahl kopiert, im Sekretariat des Lehrstuhls
ausgelegt. Die Kopien können am Lehrstuhl angefertigt werden.
Zum Erhalt des Scheins müssen Sie die folgenden drei Bedingungen erfüllen:
- Sie halten einen Vortrag (jeweils ca. 30-35 Minuten);
- vor dem Vortrag erstellen Sie eine Ausarbeitung (ca. 15 Seiten,
nicht viel weniger, keinesfalls mehr);
- Sie nehmen an der Blockveranstaltung in Bonn teil.
Vortrag und Ausarbeitung werden gemeinsam benotet. Diese Benotung
wird auf dem Schein vermerkt; sie dient ausschließlich Ihrer
Information und hat keinen Einfluß auf die Note des Vordiploms.